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Impressionen von Teilnehmern unserer Reise

Impressionen von Erika
(Eine Teilnehmerin unserer Reise)

Nun denn, wie soll ich beginnen – es erscheint mir, als ob ich wochenlang weggewesen wäre, so ein enorme Fülle von Eindrücken brachte diese Reise! 

Marokko ist ein Land der Gegensätze


Die Esel:

Das Rückgrat des Orients. Es ringt mir immer fassungsloses Staunen, Bewunderung und auch Entsetzen ab, was diese Tiere zu leisten imstande sind. Mit meist gesenkten Kopf trippeln sie dahin. Oft gar nicht mehr wirklich sichtbar unter der enormen Beladung! Mit Schlägen zu noch mehr Leistung und Tempo angetrieben, obwohl sie sowieso schon ihr Äußerstes geben. Geschunden und meist unbedankt! 

Dann am Land! Die Beladung mäßig, meist ohne Halfter tun Sie Ihre Arbeit und machen vom Kopf bis zu den Hufen einen gepflegten Eindruck. 

Der Eselmarkt in Rissini: es tut mir im Herzen weh zu beobachten, dass sobald ein Mensch vorbeigeht, die Tiere den kopf hochreißen oder am ganzen Körper zucken. Es ist offensichtlich, dass sie vor dem Unwesen Mensch Angst haben.  

25 Jahr im Tierschutz und noch immer manchmal naiv! 

 In unserer Kasbah am Ende der Welt, nach Anblick von vielen freilebenden Dromedaren, dachte ich doch wirklich ein Dromedarritt könnte nichts Schlimmes sein. Ich freute mich darauf, denn schon einmal durfte ich auf einem dieser prachtvollen Tiere der Beduinen im Westjordanland schaukelnd durch die Landschaft wandern!
Es kam ganz anders! Im Morgenlicht fanden wir 3 kleine Dromedare vor, die jedes 2 ausgewachsene Mitteleuropäer tragen sollten, mit Nasenriemen zum Gehorsam gezwungen, die Füße zusammengeschnürt und der Hals fixiert harrten sie ihrer Aufgabe. Ich war traurig und wütend – ob der Tatsachen und auf mich selbst!! Was tun? Wir haben ja diesen Ritt gebucht! Wir versuchten, da weder der Landessprache noch des Spanischen mächtig, unserer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen und sahen mit besorgten Augen zu, wie das erste Dromedar unter der viel zu schweren Last kaum aufstehen konnte und mit unsicheren Beinen davon schritt. Auch das 2. Tier stand nur unter größten Mühen auf! Wir und unser Dromedar hatte Glück im Unglück, durch die Fesselung hatte es anscheinend einen Krampf und konnte nicht aufstehen. Traurig und erleichtert sahen wir zu, wie unsere Kameraden nach kürzester Zeit umkehrten, da sie ja dem gleichen Konflikt ausgesetzt waren, wir hatten das ganze Drama ja ausgelöst!!  

Nun wieder was gelernt – setze nie etwas voraus!!  

Die Pferdekutschen in Marrakesch:
Als Pferdemensch bis auf das äußerste gefordert, konnte ich die vielen augenscheinlich in guten Zustand befindlichen Droschkenpferde kaum mehr ansehen. Eine größtenteils abenteuerliche Zäumung zwingt sie zu einer extrem unnatürlichen Kopfhaltung, der Rücken hängt durch, zahllose leichtere und schwerere Lahmheiten sind die Folge. Nervöse Ticks und Zwangsbewegung ständig zu beobachten. Inmitten des mörderischen Verkehrs zu extremst engen Wendungen und abrupten Stops gezwungen fristen sie ihr dasein.
Die meisten Touristen können es mangels Wissen nicht sehen, und es ist halt noch immer so romantisch in der Pferdekutsche und auch ein Zeichen, seht her ich kann mir das leisten! 

Der Platz der Gaukler - Stöhn!

Die Äffchen an den Ketten, wieder zweifelsfrei mit Angst trainiert machen ihre Kunsstücke, unbeschreiblich die Szene, wie einer dieser Gaukler sich einen Spass daraus macht seinen Affen nicht zum Wasser zu lassen und viele ähnliche Szenen.  

Abschließend ist für mich wieder einmal ganz deutlich geworden, dass wo auch immer auf diesem Planeten, Ballungsräume eine lebensfeindliche und gewalttätige Atmosphäre kreieren, für alle Wesen, für Mensch und für Tier! 

Nutztiere im Allgemeinen: 


Wir brauchen nicht mit erhobenen Zeigefinger durch die Gegend wandern, im Großteil Europas gibt es keine bäuerliche Tierhaltung mehr, sondern Tierfabriken, wir haben Schlachthöfe mit Kapazitäten von zehntausenden Tieren täglich, wir unterstützen mit Fördergeldern Tiertransporte quer durch Europa.  

Die freilebenden Tierherden, Ziegen, Schafe, Dromedare waren für mich ein sehr erfreulicher Anblick. Die Ställe waren immer geschützt, ordentlich, die Wasserbehälter gefüllt. Von so einem Leben können die sogenannten Nutztiere in weiten Teilen unseres angeblich so zivilisierten Europas nur träumen!!!  

  

 
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